Intensivstation

 

Nach größeren Operationen, bei Kreislaufproblemen oder auch bei schwerer Grunderkrankung kann es erforderlich werden, einen Patienten auf der Intensivstation weiter zu betreuen. Behandlung und Pflege verstehen wir als Übernahme, Unterstützung und Wiederherstellung lebensnotwendiger Funktionen des Körpers. Dabei berücksichtigen wir die individuellen physischen und psychischen Möglichkeiten des Patienten. Unser Ziel ist es, unsere Patienten durch vorbeugende, heilende und rehabilitative Maßnahmen in die Selbstständigkeit zurückzuführen. Dafür können auch Geräte eingesetzt werden, die lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung oder Herztätigkeit überwachen und gestörte Organfunktionen unterstützen oder ersetzen.

Hierfür sind meist unterschiedliche Geräte notwendig:

1. Der Überwachungsmonitor: Überwachung von Herzfunktion, Blutdruck, Körpertemperatur und des Sauerstoffgehalts im Blut.
2. Das Beatmungsgerät: Der Beatmungsschlauch wird zumeist über den Mund in die Luftröhre eingelegt. Während dieser Zeit kann der Patient nicht sprechen. Nicht selten ist es möglich, mit dem Patienten Kontakt aufzunehmen. Vertraute Kontakte mit Freunden und Angehörigen sind für den Patienten auf der Intensivstation von großer Bedeutung. Patienten können ihren Nächsten über Hören und Fühlen wahrnehmen, auch wenn sie bewusstlos sind oder mit Hilfe von Medikamenten in Schlaf versetzt wurden. Haben Sie keine Angst oder Scheu, Ihren Angehörigen zu berühren, die Hand zu halten oder die Wange zu streicheln. Private Dinge aus der häuslichen Umgebung können dem Patienten ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln. Sprechen Sie mit dem Pflegepersonal ab, welche persönlichen Sachen notwendig und geeignet sind.
3. Die Infusions- und Spritzenpumpen: Viele Medikamente, Infusions- und Nährlösungen werden genau dosiert und mittels kleiner elektrischer Pumpen dem Patienten über eine Vene zugeführt. Auch die Ernährung kann mittels Nährlösungen via Venenkatheter oder über einen Schlauch ("Magensonde"), der über die Nase in den Magen führt, erfolgen.
Alle technischen Geräte auf einer Intensivstation sind mit Alarmfunktionen versehen. Sie reagieren auf geringe Veränderungen mit unterschiedlichen akustischen Signalen. Meistens besteht jedoch keine akute Gefahr. Sie dienen jedoch dazu, ein Höchstmaß an Sicherheit für den Patienten zu garantieren. Als Angehöriger können Sie sich manchmal beunruhigt fühlen und sich Sorgen machen. Das ist verständlich und normal. Bitte zögern Sie deshalb nicht, die Pflegerinnen, Pfleger und Ärzte anzusprechen und um ein aufklärendes Gespräch zu bitten. Wir möchten Ihnen auf diese Weise helfen, die Abläufe auf dieser Station besser zu verstehen.
Besuche auf der Intensivstation 
Regelmäßige, nicht zu lange Besuche von höchstens zwei Besuchern zur gleichen Zeit strengen den Patienten am wenigsten an. Hygiene ist auf Intensivstationen sehr wichtig. Bitte ziehen Sie sich vor Betreten der Station einen Kittel über und tragen Sie bei Erkältungen einen Mundschutz. Bitte desinfizieren Sie sich vor und nach Betreten des Patientenzimmers die Hände. In besonderen Fällen können weitere hygienische Maßnahmen erforderlich sein, über die Sie dann das Pflegepersonal informiert.


Besuchszeiten
Seit Januar 2019 ist die Intensivstation als "besucherfreundlich" zertifiziert. Sie können unsere Patientinnen und Patienten jederzeit besuchen. Bedingt durch die organisatorischen Abläufe sind Besuche am Nachmittag generell am günstigsten. In der Zeit von 20:00 - 7:00 Uhr möchten wir Nachtruhe für unsere Patienten gewährleisten und bitten Sie, von Besuchen Abstand zu nehmen. Aus medizinischen, pflegerischen und organisatorischen Gründen können immer Wartezeiten entstehen. Dafür bitten wir Sie um Verständnis.


Bei Rückfragen zögern Sie bitte nicht, sich unter Tel.: 03435-94-1612 an uns zu wenden.

Kontakt:

ChA Dr. med. Oliver Hensel

Facharzt für Anästhesie und Notfallmedizin

 

Tel.: 03435 941601

LOÄ Dr. med. Kerstin Arndt

Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin

OÄ Anna Ondercová

Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Anke Rödel

Leitende Pflegekraft ITS

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