Namensgebung & Geschichte der COLLM KLINIK OSCHATZ

Namensgebung der COLLM KLINIK OSCHATZ GmbH

Der Name unserer Klinik in Oschatz bezieht sich auf die höchste geographische Erhebung zwischen Elbe und Mulde, den Collmberg (316 m über NN). Der Berg ist Teil eines Gebirgsrückens im nordsächsischen Sattel, liegt im Landkreis Nordsachsen und ist auch der höchste Berg im Gebiet des Regierungspräsidiums Leipzig.

Die Bezeichnung COLLM leitet sich aus dem Slawischen ab und bedeutet Berg oder Hügel. Von weitem sichtbar wurde auf dem Collmberg 1854 ein Aussichtsturm, 1930 bis 1932 ein Geophysikalisches Observatorium der Universität Leipzig und 1962 ein Funkturm errichtet. Der Collmberg ist zu allen Jahreszeiten ein beliebtes Ausflugsziel und Wandergebiet unserer Region. 

 

 

Die Entwicklung vom Roten Vorwerk zur COLLM  KLINIK OSCHATZ

Die historische Entwicklung des Krankenhauswesens der Stadt Oschatz lässt sich bis in das 14. Jahrhundert verfolgen. Erstmalig wurde 1356 in Oschatz das St. Georgen-Hospital genannt.  

Spital an der Gänsegrube um 1840, das 1883 abgebrochen wurde
Als eigentlicher Vorläufer des heutigen Kreiskrankenhauses gilt das Stadtgut "Rotes Vorwerk" in der Bahnhofstraße, 1840-1895.

In den Jahren 1894/95 wurde ein neues Stadtkrankenhaus in der Parkstraße gebaut.

Die ersten Umbauten des Krankenhauses erfolgten 1936 und 1938 und wurden in den folgenden Jahrzehnten fortgesetzt. Damit gelang eine wesentliche Kapazitätserweiterung, die der ständig steigenden Inanspruchnahme des Hauses Rechnung trug.  
Die Zentralisierung der Frauenheilkunde in den 1970er Jahre nach Oschatz zog den Neubau der Gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung in der Burgstraße nach sich.

 Im Herbst 1989 kritisierte die Bevölkerung am "Runden Tisch" die baulichen Zustände der stationären Gesundheitseinrichtungen im Kreis Oschatz und verlange den Neubau eines Krankenhauses.

Mit der Gründung des Freistaates Sachsen übernahm die Sächsische Staatsregierung die Verantwortung für das stationäre Gesundheitswesen. In einer Analyse des Jahres 1990 "Gesundheit für ein Deutschland" wurde auch für die sächsischen Krankenhäuser festgestellt:   "Die Diskrepanz zwischen dem Stand der medizinischen Betreuung in der DDR und den realen Erfordernissen hat ein zum Teil unerträgliches Ausmaß angenommen. Die materiell-technische Basis ist generell unzureichend. Eine flächen- und kapazitätsdeckende Ausstattung mit modernen Geräten ist nicht gegeben. Dies betrifft sowohl die zeitgemäße Grundausstattung mit einfachen Geräten für die Routinepraxis, als auch kostenaufwendige diagnostische und therapeutische Verfahren. Mit dem gegenwärtigen Stand kann bereits in wenigen Jahren die medizinische Grundbetreuung nicht mehr gewährleistet werden."  
Diese Einschätzung traf auch auf unser Krankenhaus zu. Am 4. Mai 1990 trafen sich 28 Ärzte und weitere Mitarbeiter des Gesundheitswesens im Kreiskrankenhaus Oschatz. In dieser Beratung wurde eine Bestandsaufnahme der Strukturen des stationären Gesundheitswesens vorgenommen und daraus die Forderung abgeleitet, eine Projektstudie für einen Krankenhausneubau in Auftrag zu geben.

Für den 04. Juli 1998 wurde die Bevölkerung des Kreises Torgau-Oschatz zum Tag der offenen Tür in das neue Haus eingeladen. Die Krankenhausleitung und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßten etwa 5500 Besucher. Vor über 200 Gästen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde das Krankenhaus am 16. Juli 1998 in einer würdigen Feierstunde übergeben. In Anwesenheit des Sächsischen Staatsministers Dr. Hans Geisler, übergab der Architekt Professor Dipl.-Ing. Hansjoachim Neckenig den symbolischen Schlüssel an Herrn Landrat Robert Schöpp und Herrn Geschäftsführer Dipl.-Ing. Jörg Bader. Abschließend segnete Herr Superintendent Dr. Martin Kupke das neue Krankenhaus.

 

Quelle:
Dr. Manfred Schollmeyer, Ellen Strauch "Die Geschichte des Oschatzer Krankenhauses 1895-2005"